Achtung Unfallgefahr!

Kambodscha 2015 – (c) Peter H. Schmitt

Heute morgen dachte ich mir, ich lasse das Auto stehen und fahre anstatt dessen mit dem Fahrrad. Das sollte sowohl meinem ökologischen Fußabdruck als auch meiner Figur und meiner Gesundheit zu Gute kommen. Es gibt nicht überall Fahrradwege und so fuhr ich durch ein Wohngebiet. Ca. 50m vor mir erreichte ein Wagen gerade seine Parkposition. Kkaum kam der Motor zum Stillstand riss der Fahrer die Autotür auf. In diesem Moment war ich elf Meter von einem Aufprall mit der Türinnenseite entfernt. Geistesgegenwärtig rief ich ein lautes „Ehhhh!!!!“ und wich aus, um die vermutlich schmerzhafte Kollision zu vermeiden.

Nachdem ich mich vom dem Schreck erholt hatte, kam mir in den Sinn, dass die meisten Unfälle wohl in der Unachtsamkeit beider Unfallbeteiligter begründet sind. Nehmen wir beispielsweise einen Fahrer der versehentlich eine rotes Ampelsignal nicht beachtet. Es kommt unweigerlich zum Zusammenstoß, wenn der Fahrer mit dem grünen Ampelsignal nur auf sein eigenes grünes Ampelsignal achtet. Wenn der Fahrer mit dem grünen Ampelsignal jedoch die Situation überblickt und rechtzeitig bremst bzw. erst gar nicht losfährt, kann der Unfall vermieden werden. Selbstverständlich fließt der Verkehr auch dann kollisionsfrei, wenn sich beide an die Regeln der Straßenverkehrsordnung halten.

Straßenverkehr in Kambodscha

Das Bild habe ich 2015 bei einer Urlaubsreise in Kambodscha aufgenommen. Es ist ein armes Land. Ampelanlagen gibt es, jedoch wurden diese nicht immer beachtet. Im Straßenverkehr wurde eher einfühlsam miteinander umgegangen. An unterschiedlichen Kreuzungen konnte ich beobachten wie LKWs, PKWs, Mopeds und Tuk-Tuks aus unterschiedlichen Richtungen kommend langsam auf die Mitte einer Kreuzung fuhren. Dort arrangierten sie sich achtsam und ohne Regeln, um ihre Fahrt körperlich unversehrt und ohne Blechschaden sicher zu überqueren. Mir gefiel es zu beobachten, dass es immer wieder Lösungen gab, weil alle Fahrer nicht nur die eigenen Bedürfnisse sondern auch die Bedürfnisse der anderen Fahrer, eben nach Sicherheit und Vorankommen, im Blick hatten. Und das ganz unabhängig von der Größe ihres Fahrzeugs.

Was hat das mit Empathie zu tun?

Ebenso verhält es sich in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Wenn jeder der Gesprächspartner auf der Richtigkeit seiner eigenen Meinung beharrt und andere davon überzeugen möchte, kommt es zu verbalen Kollisionen. Wenn jedoch nur ein Gesprächspartner empathisch hinhören kann, kommt es zur Verständigung und Vorankommen. Es bedeutet außer den Sachinhalt zu erfassen, auch Gefühle und Bedürfnisse des Gesprächspartners zu erkennen.

Werden die Gefühle und Bedürfnisse des Gesprächspartners erkannt und gespiegelt, fühlt er sich mit dem verstanden worum es ihm wirklich geht. Das Gespräch kommt auf eine andere Ebene, obwohl ich in einer anderen Richtung unterwegs sein kann.

Wenn Du gerne mehr über das empathische hinhören erfahren magst, dann melde Dich gerne zu meinen Übungsgruppen oder Trainings an.

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