Jahresrückblick 2021

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende. Das kleine Virus ist noch immer täglicher Begleiter und außer einem neuen US Präsidenten gibt es auch einen neue Bundesregierung. Am Jahresende blicke ich gerne zurück und ziehe eine kleine Bilanz: Was hat sich für mich verändert? Worauf will ich auch im kommenden Jahr nicht verzichten? Was habe ich aus Fehlern gelernt? und Wie komme ich auf anderen Wegen zum Ziel (also zur Erfüllung meiner Bedürfnisse)?

So habe ich mir als Jahresziel vorgenommen, meine Fitness wieder aufzubauen und 1.200km verteilt auf die 12 Monate joggend oder wandernd zurückzulegen. Zum Jahresbeginn, waren es monatlich jeweils über 100km, wodurch die die etwas „schwächeren Sommermonate“ gut ausgleichen konnte. Im Rückblick freue ich mich, dass ich konsequent drangeblieben bin und durch die Bewegung meiner Gesundheit wohl getan habe.

Ebenso feiere ich die 23 durchgeführten Online Übungsgruppen mit Themen rund um die Empathische Kommunikation wie unter anderem Geld, Ängste, Identität, Glaubenssätze und die inneren Teams. Dabei lag der Schwerpunkt immer auf den zentralen Elementen Beobachtungen, Befindlichkeiten, Bedürfnissen und Bitten.

Januar

Voller Zuversicht startete ich im kleinen Kreis und ohne großes Feuerwerk in das neue Jahr 2021. Ein neuer US Präsident kam ins Amt, was mich hoffen lässt, dass mediale Entspannung eintritt und ich vor „Schreckensnachrichten“ verschont bleibe. Auch ein Impfstoff gegen Covid-19 ist in Aussicht, das stimmt mich zuversichtlich, dass die Pandemie bald ein Ende hat. Ergo es kann doch nur ein erfreuliches Jahr werden, obwohl sich Deutschland gerade im Lockdown befindet und Treffen mit Freunden nur im kleinsten Kreis gestattet sind.

Februar

Ich bedaure, dass die geplanten Präsenztrainings abgesagt wurden. Gleichzeitig feiere ich, dass ich bei Frank Gaschler bei einem Online Training assistieren durfte und auch zum Online GFK Tag des Darmstädter Netzwerkes mit einem Workshop zum Thema „Verzichten“ beitragen durfte.

März

Ich freue mich über die Kreativität mancher Gastronomen, die neue Strategien zur Bewirtung entwickelt haben. Bei sogenannten „Wohnmobil-Dinners“ kann man mit dem eigenem Wohnmobil auf den Restaurant-Parkplatz fahren wird dort im eigenen Wohnmobil bedient. Eine Idee die ich gerne unterstützte. So fuhr ich zu Ausflügen, um unbekannte Orte zu erkunden und anschließend eine leckere Mahlzeit zu genießen.

Kurz vor Ostern erkundete ich den Ort, den ich ich in meiner Kindheit an jedem Wochenende mit meinen Eltern besuchte: Das Örtchen Hering bei der Feste Otzberg im Odenwald. Anhand älterer Fotografien erkundete ich die Landschaft, die sich innerhalb der vergangenen 50 Jahre deutlich veränderte. Von den Wochenendhütten waren nur noch die Fundamente zu sehen. Ich bin dankbar für die Hilfsbereitschaft der Dorfbewohner die sich noch gut an die Wochenendsiedlung erinnern konnte und mir Hinweise auf mögliche Standorte gaben.

April

Es ist Ostern, für mich das Fest von Ende und Neuanfang. Ich bin inspiriert und verfasse dazu den Blog-Artikel Ostern – Scheitern, Trauern, Neubeginn. Inzwischen sind die Tage auch wieder länger als die Nächte und ich genieße die Natur, die sich gerade neu entwickelt. Ganz im Gegensatz zum täglichen Leben, welches durch den Lockdown noch immer eingeschränkt ist. Ich freue mich auf meine erste Covid-19 Impfung, da ich damit die Hoffnung eine Rückkehr in eine neue Normalität verbinde.

Auch in diesem Jahr wollte ich wieder Urlaub in Italien Urlaub machen. Was mich bislang davon abhielt waren meine ungenügenden italienisch Kenntnisse. Also beschloss ich daran zu arbeiten und meine Bedürfnisse nach Entwicklung und Wachstum durch tägliche Italienisch Lerneinheiten mit dem Online Angebot von Duolingo zu erfüllen.

Mai

Im vergangenen Jahr fiel der Staufenlauf gänzlich aus. In diesem Jahr haben wir uns im Organisationsteam auf die Ziele besonnen die wir mit diesem Lauf verbinden. Nämlich Kinder und Erwachsene für einen guten Zweck in die Natur und ans Laufen bringen. Im Vorfeld des Laufes gab es viel Unsicherheit, ob es ein Lauf unter gewohnten Bedingungen geben wird oder einen rein virtuellen Lauf. Deshalb sahen wir im Konzept beides vor. Das Gesundheitsamt erteilte uns für den Präsenzlauf verständlicherweise eine Absage. Doch der virtuelle Lauf mit individueller Zeitnahme und der Schülerlauf im Rahmen des Schulsports konnte durchgeführt werden.

Ich feiere noch immer, dass wir durch gemeinsames Engagement eine Spendensumme von über €4.000,- sammeln konnten. Weitere Highlights waren für mich die T-Shirt-Übergabe auf dem Pausenhof und die Spendenübergabe an lokale gemeinnützige Vereinigungen wie z.B. das Haus Walburga der Lebenshilfe, die Leberecht und die ARQUE Stiftung. Dieses Projekt mit einem engagierten Team zu leiten erfüllte mir vollends meine Bedürfnisse nach Gemeinschaft, Beitragen und Sinn.

Die pandemiebedingten Kontakt- und Reisebeschränkungen wurden gelockert und ich fuhr mit meinem Reisemobil nach Italien. Dort erkundete ich, gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin, zunächst Bozen. Ich erfreute mich an den angenehmen Temperaturen und musste mich erst wieder daran gewöhnen ein Restaurant zu besuchen. Es fühlte sich ungewohnt und befremdlich an. Auch der Museumsbesuch von Ötzi erstaunte und begeisterte mich. Ich war fasziniert, wieviele Informationen nach über 5.000 Jahren noch rekonstruiert werden können.

Von Bozen ging die Reise über Abano Therme weiter nach Venedig, das weitgehend frei von großen Touristenmengen war. Ich hatte richtig viel Freude Venedig zu erkunden und konnte die Lagunenstadt richtig genießen. Von dort ging es weiter nach Ravenna. Der Stellplatz am Lido di Dante war genau nach meinem Geschmack. Die Stellplatzbetreiber strahlten eine Ruhe und Gemütlichkeit aus von der ich mich gerne anstecken ließ.

Juni, Juli, August

In Italien bestand eine Testpflicht, der ich nachkommen wollte. Ich war jedoch völlig verwundert darüber, dass die Schnelltests einerseits gebührenpflichtig waren und die Testzentren nur mit Mühe zu finden waren.

Auf der Rückfahrt verweilte ich noch ein paar Tage am Gardasee, ein weiterer Ort meiner Kindheit. Meine Eltern fuhren in den siebziger Jahren gerne in den Sommerurlaub nach Limone und nahmen mich mit. Zurück ging es über Tirol und Lindau am Bodensee. Ich wollte rechtzeitig zurück sein, um meine zweite Impfung zu bekommen.

In den Monaten Juli und August fanden sich leider nicht genügend Teilnehmer für geplante Trainings zur „Empathischen Kommunikation“. Das frustrierte mich und gleichzeitig war ich voller Zuversicht, dass sich bei rückläufigen Covid-19 Fallzahlen schon bald die Trainings wieder füllen werden. Die Sommermonate vergingen wie im Flug, auch wenn dieser Sommer irgendwie ein wenig feuchter und kühler als die vergangenen Sommer war. Dennoch verbrachte ich die Wochenenden im Reisemobil, wanderte und radelte viel.

September

Im September ging es wieder nach Italien in südlichere Gefilde. Diesmal zunächst nach Assisi, wo ich meine Inspiration für meine nächste Pilgerreise fand. Dort fasste ich den Entschluss in 2022 von Florenz über Assisi nach Rom zu pilgern. Während dieser Reise trugen meine italienischen Sprachkenntnisse bereits erste Früchte, denn ich konnte mehr verstehen und auch ein wenig reden. Das ermutigt mich dranzubleiben. Weiter ging es zum Vesuv mit einen grandiosen Blick über die Bucht von Neapel. Dort irritierte und inspirierte mich ein Mensch auf einem Parkplatz zum Schreiben des Beitrages Opfer der Mafia oder meiner Gedanken?

Salerno, die Amalfiküste, Paestrum waren weitere Stationen der Tour. Der Rückweg führte durch Rom, das aufgrund der Pandemie vor allem von Fernreisenden wenig besucht werden konnte. Ich zehre noch immer von den Eindrücken der Reise, vom entspannten Baden im Meer, von traumhaften Sonnenuntergängen. Für mich gab es frische Impulse für die dunklere Jahreshälfte.

Ich war überglücklich, dass Ende September das Wochenend-Training „Mann spricht Empathisch – Starke Kommunikation für Männer“ stattfinden konnte. Die begeisterten Rückmeldungen der Teilnehmer verschafften mir zusätzliche Energie.

Oktober

Anfang Oktober durfte ich einen Workshop der Arbeitsgruppe „Name und Programm“ zu moderieren. Es geht dabei darum für die sieben Pfarreien des pastoralen Raumes Main-Taunus-Ost einen neuen Namen zu finden. Dahinter stecken Menschen mit ihren Bedürfnissen und Gefühlen, die sich um Zugehörigkeit, Identifikationen, etc. sorgen und ich freue mich, dass ich Teil dieses recht komplexen Prozesses sein durfte.

November

Ich feierte Anfang November in größerem Kreise als zuvor meinen Geburtstag. Ich feiere meine Gesundheit, meine Lebendigkeit und die Gemeinschaft mit meinem Freundeskreis. Weiter feiere ich, dass mein weiteres Wochenend-Training „Empathie im Alltag – Wie bekomme ich was ich wirklich brauche?“ stattfinden durfte und ich weitere Menschen auf ihrem Weg zu mehr Empathie im Alltag ein Stück begleiten durfte.

Seit Ende November sind die Nachrichten weniger erquicklich, denn die Corona Fallzahlen schnellen in die Höhe. Es ist die sogenannte vierte Welle. Es gibt teilweise Zugangsbeschränkungen zu Weihnachtsmärkten, wo nur noch geimpfte und genesene Menschen Zutritt zu Glühwein und Bratwurst erhalten.

Dezember

Ich liebe es Licht in die Dunkelheit zu bringen. So habe ich wie im vergangenen Jahr in jedem Fenster einen leuchtenden Weihnachtsstern installiert. Ich erfreue mich jedes Mal die bunten Lichter zu sehen.

Die neue Bundesregierung ins nun im Amt und der Trend gegen die Pandemie ist die Booster-Impfung. Auch hier mache ich mit und hoffe, damit einen Beitrag zum Eindämmen der Pandemie zu leisten.

In diesem Jahr gibt es auch wieder Weihnachtsmärkte und ich erfreue mich an den kleinen Köstlichkeiten. Die Weihnachtsmärkte sind nicht so überfüllt wie in früheren Jahren und ich hoffe das die Standbetreiber irgendwie soviel umsetzten, dass sie ihre Existenz sichern können.

Wenn ich zurückblicke, war es wieder ein lebendiges Jahr und ich bin dankbar für dieses Jahr und die Herausforderungen die es an mich gestellt hat. Abschließend möchte ich den Menschen meine Dankbarkeit ausdrücken, die ich kennenlernen und deren Leben ich bereichern durfte, die mich durch andere Meinungen inspirierten und die mein Leben in irgendeiner Art bereicherten.

Jahresrückblick 2020

So langsam neigt sich das Jahr 2020 dem Ende und ich höre gelegentlich, dass es einige kaum erwarten können, dass dieses „schreckliche“ Jahr endlich endet. War es wirklich so schrecklich und bestand es im wesentlichen aus Covid-19 und kuriosen Twitter-Meldungen des US-Präsidenten Trump?

Ich blicke mit Zufriedenheit auf das Jahr zurück und möchte Dich inspirieren ebenfalls einmal den Blick zurückzuwerfen. Welche neuen Wege hast Du eingeschlagen, um Deine Bedürfnisse in diesem Jahr zu erfüllen?

Januar

Ich erinnere mich noch genau als ich am 01. Januar 2020 mit Freunden in guter Laune mit einem Glas Sekt voller Zuversicht auf das neue Jahrzehnt anstieß. Die ersten Wochen verliefen erfreulich und ganz nach meiner Zufriedenheit. Ich entdeckte den Winterurlaub das erste Mal von einer ganz anderen Seite und genoss die Entspannung.

Februar

Im Internet kursierten erste Videos über ein neuartiges Killer-Virus. Die Darstellungen empfand ich so überzogen, dass ich dem ganzen erst gar keine Bedeutung bemessen wollte. Die Faschingszeit ging recht spurlos an mir vorüber und ich war zufrieden, dass mein Tagestraining zur „Empathischen Kommunikation“ am 29. Februar 2020 in Hofheim noch durchgeführt werden konnte.

März

Doch plötzlich tauchten erste Fälle von Covid-19 Erkrankungen in Deutschland auf. Selbst zu diesem Zeitpunkt war ich nicht sonderlich erschrocken. Doch dann ging stiegen die Fallzahlen exponentiell und ich begann mich einzuschränken. Ich kapselte mich weitestgehend ab und begann Live-Kontakte weitestgehend einzuschränken, um meinen Beitrag zu leisten die Verbreitung zu stoppen. Die Menschen begannen Toilettenpapier zu hamstern, meine geplanten Trainings zu Empathischer Kommunikation und mein Vortrag über den Jakobsweg wurden abgesagt. Ich war einerseits frustriert und gleichzeitig froh, dass Maßnahmen ergriffen wurden die Verbreitung des Virus zu reduzieren. Am 23. März wurde eine Kontaktsperre verhängt. Um weiterhin zur empathischen Entwicklung beizutragen, bot ich die Übungsgruppe Online per Zoom an.

Es war zu beobachten, dass Homeoffice in vielen Unternehmen plötzlich möglich war und die Staumeldungen im Berufsverkehr rapide abnahmen. Der Himmel war frei von Kondensstreifen, da auch der Flugverkehr deutlich eingeschränkt wurde. Einerseits sorge ich mich um die bedrohten Arbeitsplätze und gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass Covid-19 einen gesellschaftlichen Wandel einleiten kann und neue Wege gefunden werden die ebenso zum Gemeinwohl beitragen.

April

Meine Osterfahrradtour vom Taunus ins Allgäu zu meiner Mutter fällt aufgrund der Ausgangsbeschränkungen flach. Das frustrierte mich, denn so habe ich mir in den vergangenen Jahren mein Bedürfnis nach Freiheit und Bewegung erfüllt. Dafür war ich froh einen gesellschaftlichen Beitrag zum Eindämmen der Pandemie zu leisten.

Für die Jahreszeit ist es bereits erstaunlich warm und es weitet mir das Herz das frische Grün in den Wiesen und Wäldern zu sehen. Mein Bedürfnis nach Bewegung erfülle ich mich durch ausgedehnte Spaziergänge und Radrunden in der näheren Umgebung. Die Temperaturen laden ein die Grillsaison zu eröffnen. Gemeinschaft mit Freuden nur im engen Kreis ermöglichten tiefergehende, zwischenmenschliche Verbindungen und steigerte die Qualität der Beziehungen.

Ende April war ich ganz gespannt, denn ich konnte meinen in 2019 bestelltes Reisemobil, einen Pössl-Kastenwagen, abholen.

Mai

Die Pandemie scheint sich zu beruhigen, die Zahl der Neuinfizierten ist geringer als die Zahl der Genesenen und die Einschränkungen werden überall gelockert. Diese quasi wiedergewonnenen Freiheit nutze ich, um mit meinem Reisemobil meine Mutter im Allgäu zu besuchen. Ich genieße einerseits die Gemeinschaft mit meiner Mutter und gleichzeitig, Ruhe und Geborgenheit im Reisemobil. Es erfüllt auch mein Bedürfnis nach Reduktion, nach dem Beschränken auf das Wesentliche und all das finde ich darin.

Immer mehr Bundesländer lockern die Einschränkungen und es ist Zeit für Erholung. Ich unternehme die erste längere Tour von Eifel über den Niederrhein ins Sauerland und erkunde Regionen die mir bislang fremd waren. Abwechslungsreichtum, Flexibilität, Unabhängigkeit sind Bedürfnisse die mit der Erholung in meinem Reisemobil in Verbindung stehen. Ich fühle mich darin auch vor Covid-19 ausreichend geschützt, da ich unterwegs nur zum Einkaufen mit anderen Menschen in Kontakt komme.

Juni, Juli, August

Die Sommermonate waren geprägt von Wochenendausflügen. Beim Erkunden der Wispertrails bei Lorch verband ich mich mit einer Erfahrung, die ich lange in der näheren Umgebung lange nicht mehr machte. Die Temperaturen lagen bei ca. 20°C, es war sonnig, ich wanderte auf mir unbekannten Wegen. Je weiter ich den Hang erklomm, desto schöner und weiter waren die Ausblicke und es stellte sich ein Urlaubs- und Erholungsgefühl ein, dass mich den Alltag vergessen ließ. Herrlich!

Weiterhin prägten die Sommermonate den Umzug meiner Mutter zurück in heimische Gefilde. Es war eine Zeit des Ausräumens, des Reduzierens und somit auch des Trauerns, um all das was losgelassen wurde. Mir ist dabei bewusst geworden, dass jedes Ding zum Zeitpunkt der Anschaffung irgendein Bedürfnis erfüllte. Irgendwann werden mich die Dinge nur noch mit meiner Erinnerung an das früher erfüllte Bedürfnis in Verbindung bringen, jedoch nicht mehr das Bedürfnis selbst erfüllen. Diese Erkenntnis feierte ich, denn sie verhalf mir zu mehr Freiheit und erleichterte loszulassen.

September

Das Tragen der Alltagsmasken ist seit dem Frühling bereits zur Gewohnheit geworden und Italien ist ein Land in dem es keine Reisewarnung gibt. Somit ein ideales Ziel um mit dem Reisemobil auf der Insel Elba und in der Toskana Urlaub zu genießen. Oftmals reichte es mir im Schatten der Pinien einfach nur da zu sitzen oder in der Hängematte zu liegen, um den Ausblick und die Ruhe zu genießen.

Oktober

Bereits Mitte Oktober übersteigt die Zahl der täglich Neuinfizierten die Anzahl im Frühjahr und Ende Oktober liegen die Zahlen bei knapp 20.000. Der Teillockdown wird beschlossen und die Gaststätten und Restaurants also die Orte gesellschaftlichen Lebens müssen schließen.

November

Ich bin frustriert, denn meine Trainings und Vorträge wurden konsequenter Seite von den Bildungsträgern auf unbestimmte Zeit verschoben. Gleichzeitig bin ich wiederum dankbar, dass ich auf auf diese Art und Weise einen Beitrag zum Eindämmen der Pandemie leisten kann.

Beinahe hätte ich es vergessen: Ich bin wieder einmal ein Jahr älter geworden und feierte im kleinen Kreis voller Zuversicht, dass es irgendwann Zeiten geben wird, wo auch wieder größere Feiern möglich sein werden. Ich genieße meinen Geburtstag zu feiern, denn es bedeutet für mich, lebendig zu sein.

Dezember

Der Dezember ist dadurch geprägt, dass die Stunden mit Tageslicht täglich weniger werden. Irgendwie bedrückt es mich auch, dass die meistern Weihnachtsmärkte abgesagt wurden. Ich freute mich jedes Jahr über die von Glühwein Duft geschwängerte Luft und die bunten Verkaufsstände. Um zumindest der farblosen, dunklen Zeit ein wenig entgegenzuwirken, fiel die Weihnachtsdekoration mit Leuchtsternen daheim in meinen Fenstern ein üppiger aus. Jetzt freue ich mich sogar jedes Mal, wenn ich im Dunkeln von draußen hereinkomme und in jedem Fenster leuchtet ein Stern in anderer Farbe.

Am Weihnachtsfest werde ich in diesem Jahr vermutlich ohne den Live Besuch der Christmette auskommen. Ich freue mich, dass die Kirchen auch neue Wege einschlagen und Online- Christmetten anbieten, wie z.B. der Ökumenische Weihnachtsgottesdienst um 16 Uhr im Livestream. Mit dem Weihnachtsgottesdienst verbinde ich mich jedes Jahr mit den Erinnerungen meiner Kindheit.

Auch Silvester wird vermutlich sehr besinnlich und still. Ich weiß noch nicht wie und wo ich es feiern werde, Dafür weiß ich schon jetzt, dass ich mit Zuversicht ins neue Jahr blicken werde und mich auf mehr Empathie im Alltag freue.

Abschließend möchte ich den Menschen meine Dankbarkeit ausdrücken, die ich kennenlernen und deren Leben ich bereichern durfte, die mich durch andere Meinungen inspirierten und die mein Leben in irgendeiner Art bereicherten.

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