Vegane Lieblings-Weihnachtsplätzchen

Wenn ich so richtig in Weihnachtsstimmung bin, dann habe ich auch Lust Plätzchen zu backen. Zu keiner anderen Zeit im Jahr würde ich auf die Idee kommen. Aber in der Adventszeit, nehme ich mir gerne Zeit zum Backen. Es hat für mich etwas Meditatives und Sinnliches. Es bedeutet Zerstreuung und Entspannung und gleichzeitig Freude. Außerdem verbinde ich mich dabei mit Gedanken an meine eigene Kindheit und an die Zeit mit meinen Kindern, als wir Weihnachsplätzchen backten. Einen Teil der Plätzchen verschenke ich, um meine Dankbarkeit auszudrücken und um zum Wohlergehen beizutragen. Den anderen Teil esse ich selbst, um mir etwas Gutes zu tun.

Der ganze Ablauf des Backens verdeutlicht wie wichtig Diversität ist, denn nur mit den Zutaten aus unterschiedlichen Teilen der Erde entsteht etwas, dass zusammen mehr ist als nur die einzelnen Teile. Mal ganz ehrlich: Wer würde denn eine Packung gemahlene Haselnüsse oder Mehl ohne die anderen Zutaten runterbringen.

In diesem Jahr wollte ich einen anderen Weg gehen und ausschließlich vegane Plätzchen backen. Herausgekommen sind dabei Vanillekipferl, Elisenlebkuchen, Rumrosinenhäufchen, Marzinpangiraffen-Päckchen und Kokosmakronen.

Ein paar Rezepte davon möchte ich gerne in diesem Beitrag mit Euch teilen. Die Original-Rezepte fand ich in dem Küchenratgeber „Lieblings-Weihnachtsplätzchen“ aus dem GU-Verlag, welcher mit seit der Erscheinung in 2010 begleitet.

Elisenlebkuchen

Die Elisenlebkuchen sind auch nach einigen Tagen noch saftig und aromatisch. Obwohl Zitronat und Orangeat enthalten sind, wurde diese Lebkuchen von meiner Tochter mit Genuss vernascht.

Zutaten:

  • 100g Orangeat und 100g Zitronat
  • 3 EL Rum (56%)
  • 100g gemahlene Haselnüsse
  • 200g gemahlene Mandeln
  • 3 TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL (getrichen) Backpulver
  • 40 Obladen (50mm dia)
  • 3 EL Apfelmuss (anstelle Ei)
  • 150g Brauner Rohr-Rohzucker
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Zuerst Orangeat und Zitronat und den Rum in ein Gefäß füllen und mit dem Pürierstab zerkleinern. Anschließend die gemahlenen Haselnüsse, Mandeln, Lebkuchengewürz und Backpulver in einer Schüssel vermischen.

Jetzt das Apfelmuss mit dem Rohzucker und dem Salz mit den Quirlen der Küchenmaschine zu einer dickschaumigen Masse schlagen und danach die Zitronat-Orangeat-Rum Mischung als auch die Nussmischung dazugeben und mit Bedacht unterheben.

Die Obladen auf einem Backblech verteilen und die Teigmasse mit zwei Teelöffeln (ein Teelöffel zum Abnehmen und ein Teelöffel zum Absteifen) in Haufen auf den Obladen verteilen. Mit leicht angefeuchteten Fingern aus den Haufen die Lebkuchen formen. Danach ca. 1h ruhen lassen.

Den Backofen auf 150° C vorheizen und die Lebkuchen im Ofen 15-20min backen. Anschließend auf dem Blech auskühlen lassen. Wer mag kann die Lebkuchen im Anschluss noch mit veganer Zartbitterschokolade lasieren.

Rumrosinenhäufchen

Die Rumrosinenhäufchen sind recht schnell zubereitet. Nachdem die Rosinen sich mit Rum vollgesogen haben braucht es gerade mal 15 Minuten Zubereitungszeit und 15 Minuten Backzeit.

Zutaten:

  • 100g Rosinen
  • 50ml Rum
  • 200g Mehl
  • 1 TL (gestrichen) Backpulver
  • 100g vegane Magarine
  • 100g brauner Rohr-Rohzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Apfelmuß

Zubereitung:

Die Rosinen in einem kleinen Topf verteilen und den Rum dazugeben. Auf dem Herd vorsichtig kurz erhitzen. Danach den Topf vom Herd ziehen und die Rosinen solange marinieren lassen bis der Rum aufgesogen ist.

Margarine mit Zucker und Salz mit den Quirlen des Handrührgerätes cremig schlagen und das Apfelkompott dazugeben. Danach das Mehl dazugeben, unterarbeiten und schließlich die Rosinen mit dem Rum untermengen.

Mit zwei Teelöffeln Teig abnehmen und auf das Backblech setzen. Bei 180°C (Umluft 150°C) in der Mitte des Ofens ca. 15 Minuten goldgelb backen und anschließend auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Marzinpangiraffen

Die Marzinpangiraffen sind zum Ausstechen ein wenig filigran. Ich habe mich dennoch rangewagt und hätte nicht gedacht, dass diese Plätzchen auf so große Begeisterung stoßen.

Zutaten:

  • 350g Marzipanrohmasse
  • 200g Mehl
  • 50g brauner Rohr-Rohzucker
  • 1 Prise Salz
  • 150g kalte vegane Butter
  • Puderzucker zum Ausrollen

Zubereitung:

Zuerst 150g der Marzipanrohmasse für ca. 30 Minuten ins Eisfach legen und gut gekühlt mit einer Küchenreibe fein reiben. Dann mit Mehl vermischen und auf der Arbeitsfläche aufhäufen. Die Butte r in Flocken sowie Zucker und Salz darüber verteilen. Anschließend gut durchhacken und rasch zu einem Mürbeteig verkneten. Danach in Folie wicklen und in den Kühlschrank legen.

Die Arbeitsplatte mit Puderzucker bestreuen und die restliche Marzipanrohmasse ca 1mm. dick ausrollen. Vorsichtig mit einem Ausstecher die Giraffen achtsam ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Danach die Arbeitsplatte mit Mehl bestreuen und den Teig aus dem Kühlschrank darauf ca. 3-4 mm dick ausrollen und ebenfalls Giraffen ausstechen. Diese Giraffen auf die Marzipangiraffen legen und im Ofen bei 180°C (Umluft 150°C) ca. 10min goldgelb backen. Anschließend auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Lass Dir die Plätzchen schmecken und hinterlasse mir im Kommentar wie sie Dir gelungen sind.

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